PhishingRadar
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Veröffentlicht am 27. Juli 2026

QR-Code-Phishing (Quishing): Wie Sie Ihr Team testen

Was Quishing ist – und warum es gerade jetzt zunimmt

«Quishing» steht für QR-Code-Phishing: Betrügerische Nachrichten oder Aufkleber enthalten statt eines klickbaren Links einen QR-Code, der beim Scannen auf eine gefälschte Seite führt. Seit QR-Codes im Alltag allgegenwärtig sind – Restaurant-Menüs, Parkuhren, Paketankündigungen, Rechnungen – hinterfragen viele Mitarbeitende einen QR-Code deutlich weniger kritisch als einen klassischen Link in einer E-Mail.

Warum Quishing klassische Schutzmassnahmen umgeht

Spamfilter und Sicherheitssoftware analysieren primär Text und eingebettete Links – ein Bild mit einem QR-Code enthält für diese Systeme oft keine auswertbare URL. Zusätzlich wird ein QR-Code fast immer mit dem privaten Smartphone gescannt, nicht mit dem geschäftlichen Notebook: Genau dort greifen viele Unternehmens-Schutzmassnahmen wie Web-Filter oder Endpoint-Security gar nicht.

Die Schweizer Besonderheit: gefälschte QR-Rechnungen

In der Schweiz kommt eine branchenspezifische Masche hinzu: Betrüger versenden gefälschte Rechnungen mit einem manipulierten Zahlteil-QR-Code, bei dem IBAN oder Betrag verändert wurden – rein optisch von einer echten QR-Rechnung kaum zu unterscheiden. Wer den QR-Code direkt im E-Banking oder in der Banking-App scannt, ohne IBAN und Betrag danach nochmals manuell zu prüfen, überweist im schlimmsten Fall direkt an die Kriminellen.

Weitere typische Szenarien

Neben gefälschten Rechnungen kursieren unter anderem: manipulierte Parkscheinautomaten-Aufkleber, die auf eine gefälschte Zahlungsseite führen; angebliche Paketbenachrichtigungen mit QR-Code anstelle eines Tracking-Links; und QR-Codes auf Plakaten oder Flyern in öffentlichen Räumen, bei denen der echte Code überklebt wurde. Alle drei nutzen denselben Effekt: Der QR-Code selbst wirkt vertrauenswürdig, weil er im physischen Kontext eingebettet ist.

So prüfen Mitarbeitende einen QR-Code sicher

Die meisten Smartphone-Kameras zeigen vor dem Öffnen eine Vorschau der Ziel-URL an – dieser Moment ist entscheidend und wird trotzdem häufig übersehen. Wichtig ist, genau dort dieselben Warnsignale anzuwenden wie bei einem Link in einer E-Mail: Passt die Domain zum angeblichen Absender? Wirkt die Endung ungewöhnlich? Bei einer Zahlungsaufforderung gilt zusätzlich: IBAN und Betrag immer manuell mit der Originalrechnung abgleichen, unabhängig davon, was der QR-Code vorausfüllt.

Wie eine Simulation Quishing testet

Weil Quishing über einen völlig anderen Kanal läuft als klassisches E-Mail-Phishing, muss auch ein Test genau dort ansetzen: mit realistischen QR-Code-Szenarien, die Mitarbeitende zum Scannen verleiten, und sofortigem Feedback, welches Warnsignal übersehen wurde. Wer einen QR-Code schon einmal in einer sicheren Simulation hinterfragt hat, tut das beim nächsten echten Versuch reflexartig wieder.

Selbst ausprobieren

Mit unserem kostenlosen QR-Code-Checker können Sie einen einzelnen QR-Code direkt prüfen, bevor Sie ihn scannen – und sich damit selbst ein Bild machen, worauf es bei der Prüfung ankommt.

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